Was im Garten passieren soll

Nachdem ich in Warum ein Garten? ja über die Gründe für den Garten geschrieben habe, möchte ich hier einmal erläutern, was langfristig überhaupt passieren soll.

Das große Problem bei einem Garten ist ja, dass alles ziemlich lange dauert und viel Arbeit macht.
Das bedeutet, dass man vielleicht einen arbeitsintensiven Fehler im Herbst macht, aber durch die langsame Entwicklung erst ein Jahr später die Auswirkungen bemerkt. Dann sind schon viele Stunden Arbeit hinterhergeflossen und man steht wie der Ochs vorm Walde und muss korrigieren.

Der Garten

Das Grundstück ist so richtig klassisch rechteckig, ca. 270m² groß.
So sah das Grundstück einmal aus:

Die Überlegungen

Langfristig sollen mehrere Ziele erreicht werden:

  • Möglichst integrierte Kreislaufwirtschaft (also Wiederverwertung von Abfällen)
  • So wenig „Extraktion“ wie möglich (So wenig Grundwassernutzung und Stromnutzung wie es geht)
  • Möglichst naturgerechte Gärtnerei, den Prinzipien der Permakultur folgend
  • Wenn es geht, Arbeitsvermeidung durch zB mehrjährige Kulturen

Die großen Faktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Platzierung von Kulturflächen maßgeblich beeinflussen. Dazu gehöre vor allem:

  • Boden
  • Höhe
  • Wind
  • Sonne
  • Wasserversorgung (Regen, Naheliegende Gewässer, Grundwasser)

Die ersten drei Punkte konnte ich für meinen Garten sofort abhaken. Die Fläche ist bewirtschaftbar und ihre Höhe liegt ganz einfach fest.
Der Wind spielt an der Stelle zwar eine große Rolle (die Nachbarn beschweren sich über sehr viel Wind), allerdings habe ich das Glück, eine Randlage zu haben. Denn angrenzend steht eine große Reihe hoher Bäume inkl. Unterholz. Dieser natürliche Windbreaker fängt die Böen ab und in meinem Garten bleibt es dadurch sehr ruhig.

Sonne

Beim Faktor Licht musste ich schon einige Male hin und her planen. Mit der Seite sonnenverlauf.de konnte ich mir die Sonnenstände und Richtungen in den verschiedenen Monaten ansehen.

Nimmt man nun hinzu, dass an der südöstlichen Grenze und zur Hälfte an der südwestlichen Große Vegetation steht und somit beschattet, kann man planen.

Durch diese Begrenzungen wird vor allem die Fläche nördlich des Hauses für Kulturfläche genutzt. Der Rasen muss dann eben weg.
Ein Apfelbaum wird auf die verbleibende Rasenfläche gestellt.

Komposte werden an der schattigen Südost-Seite aufgestellt. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit die Morgensonne mittels Him- & Brombeeren und einem Gewächshaus an der Nordost-Seite zu nutzen.

Wasserversorgung

Durch mein Ziel, möglichst wenig zu extrahieren, möchte ich möglichst viel des Regenwassers nutzen. Gerade hier in Deutschland werden wir infolge der Klimakrise mit häufigerer und stärkerer Trockenheit rechnen müssen. Jeder Tropfen, der genutzt wird, hilft, diesen Effekt klein zu halten.

Wasser können einerseits die Pflanzen selbst sammeln (ist ja klar) aber auch ich kann meinen Beitrag leisten.
Das Dach des Gartenhauses muss neu eingedeckt werden, sodass es langfristig zur Regenwassersammlung taugt.
Mittels 2-3 IBC-Containern (mit jeweils 1000L Fassungsvermögen) werde ich genügend Puffer haben, um einige Wochen hießen zu können, ohne dass ich Wasser aus dem Grund pumpen muss.
Letzteres ist einer der Vorteile des Grundstücks: ein eigener Brunnen mit trinkbarem Grundwasser aus dem Elm. Ziemlich cool.

Wenn ich merke, dass die Container nicht ausreichen, werde ich sie übereinander stellen und „aufstocken“. Zusätzlich kann man im Garten eine Art „Feuchtgebiet“ einrichten. Das ist aber Zukunftsmusik.

Mein Plan

So sieht also mein Plan aus:

Also lets go (?)

Ich bin gespannt, ob das alles so klappt (garantiert nicht) und freue mich auf die Herausforderung(en).

Wie sieht das bei dir aus? Interessiert dich das Thema überhaupt? 🙂

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