Natur: Ein Problem

Ich mag die dominante Einstellung nicht, dass Menschen über der Natur stehen.
Überall sieht man diese Einstellung implizit oder explizit kommuniziert: Menschen kontrollieren die Natur. Wir eignen uns ihre Ideen und Prinzipien an, bauen damit Flugzeuge und coole Geräte.
Als würde das nicht reichen, fangen wir an, es besser zu wissen.
Dünger auf die Felder, EPO in die Sportler, Antibiotika in Kälber und Luftbefeuchter in die Büros.

Aber ich frage mich mittlerweile: Wieso?
Was sorgt dafür dass so Viele von uns die Natur als „Problem“ ansehen?
Als Problem, dass durch Ingenieur:Innen gelöst werden könne?
Gleichzeitig werden große Anstrengungen geleistet, Natur in ganz bestimmte Zonen zu verdrängen: Von Parks bis hin zu Blumentöpfen.

Klar, die Idee ist nicht neu, spätestens die Landwirtschaft hat damit angefangen und ja auch ihre Berechtigung.

Aber es gibt doch Grenzen oder?

Wo ist der Unterschied zwischen einer Mutter, die das eigene Kind seit dem vierten Lebensjahr zum obsessiven Geigeüben zwingt zu der, die das Kind fördert aber auch einmal „sein“ lässt?

Wo ist die Grenze zwischen zu viel „Formen“ und zu viel „Lassen“?

Natur einfach so sein zu lassen ist nicht in unserem Interesse.
Aber diese Einstellung, wir würden über der Natur stehen, geht mir nicht in den Kopf:
Wir sind doch selbst Natur. Entstehen daraus. Leben davon. Gehen wieder in sie über.

Komisch oder?

Keine Frage, auf die ich eine Antwort erwarte.
Aber ein Frage, über die ich gerne nachdenke. Natur formen. Mit Natur leben.
Nicht gegen sie. Oder „über ihr“.
Aber wie?

Cheers.

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